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ESP 6 Überbauung HUB «alti Schlosserei», Romanshorn
TRIOLE – 4. Rang 
2024

Der geladene Wettbewerb liegt im Gebiet des Entwicklungsschwerpunkts (ESP) 6 in Romanshorn – einem Stadtteil mit hohem Entwicklungspotenzial. Eine übergeordnete Entwicklungsstudie definiert die massgebenden Perimeter und Rahmenbedingungen; zudem besteht eine Gestaltungsplanpflicht. Das Planungsgebiet umfasst mehrere Parzellen im Besitz von drei Eigentümern. Initiantin des Wettbewerbs war die Familie Fischer, Eigentümerin einer ehemaligen Schlosserei auf dem Areal. 

Unter dem Titel TRIOLE – der rhythmische Dreiklang entwickelt das Projekt ein klar gegliedertes räumliches Konzept. Ausgangspunkt bildet die im ESP definierte Nord-Süd-Verbindungsachse, die zugleich die Lage des ehemaligen Hauptplatzes der Schlosserei aufnimmt. Entlang dieser Achse entsteht die Schlossereigasse als identitätsstiftender Freiraum, der die öffentlichen Nutzungen im Erdgeschoss verknüpft. Die bestehende Shedhalle bleibt als Zeitzeuge erhalten und wird zum Quartiersraum transformiert, der sich zur Gasse hin öffnet. 

Östlich der Gasse liegt der grosszügige Wohnhof. Winkelförmige Gebäude fassen den Raum und bieten vorwiegend grosszügige Familienwohnungen. Ein Reihenhaus im Nordosten vermittelt in Höhe und Typologie zu den angrenzenden Einfamilienhäusern und ergänzt das Angebot um eine weitere Wohnform. Der Wohnhof dient zugleich als sekundäre Schulwegverbindung und als gemeinschaftlicher Aussenraum mit vielfältigen Nutzungen – vom Spielen über Gärtnern bis hin zu Aufenthalt und Begegnung. 

Im westlichen Teil wandelt sich die Typologie: Die Gebäude stehen als freie Volumen in einem parkartigen Umfeld. Dieser ruhigere Wohnpark ist auf kleinere Wohnungen ausgerichtet und insbesondere für altersgerechtes Wohnen konzipiert. Über das gesamte Areal hinweg entsteht so eine differenzierte, durchmischte Wohnstruktur. 

Die Höhenentwicklung der Baukörper sowie gezielte Vor- und Rücksprünge der Winkelbauten prägen die stadträumliche Wirkung. Entlang der Amriswilerstrasse markieren die Gebäude mit ihren Stirnseiten die Zufahrt und staffeln sich in der Höhe – vom Auftakt des Areals über die zentrale Achse bis hin zum Abschluss. Gleichzeitig reagieren sie mit reduzierten Höhen sensibel auf die benachbarten Einfamilienhausstrukturen. 

Trotz ihrer unterschiedlichen Ausprägung bilden die drei Teile der Triole ein zusammenhängendes Ganzes – ein vielschichtiges Ensemble aus Bestand, Neubau und Freiraum.